Dauergrünland

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Als Dauergrünland (DGL) bezeichnet man Flächen, die durch die Einsaat oder durch natürliche Weise zum Anbau von Gras oder anderen Grünfutterpflanzen (Grünland) genutzt werden und fünf Jahre lang nicht Bestandteil der Fruchtfolge des landwirtschaftlichen Betriebs sind.

Inhaltsverzeichnis

Dauergrünland-Typen bis 2014

Quelle: Programmbeschreibung Erhaltung von Dauergrünland

Ordentliches DGL

5 Jahre sind vorbei

Außerordentliches DGL

Durch Verfahren festgelegt, noch nicht 5 Jahre alt. Entsteht z.B. durch Flächentausch AL-DGL.

Unordentliches DGL

Im Rahmen von AUM neu angelegt, 5 Jahre sind vorbei. Entsprechend Art. 4 Abs. 3 der VO (EG) Nr. 1122/2009 sind Antragsteller für Flächen von den einzelbetrieblichen Cross Compliance–Auflagen befreit, auf denen DGL im Rahmen der VO (EWG) Nr. 2078/1992, der VO (EG) Nr. 1257/1999 oder der VO (EG) Nr. 1698/2005 Dauergrünland angelegt wurde.

Unordentliches DGL wird nie zu ordentlichem, solange es durch denselben Antragsteller bewirtschaftet wird. Wenn eine solche Fläche aber verkauft oder verpachtet wird, unterliegt es ab diesem Zeitpunkt den „normalen“ Regeln. Grund: der Vertrauensschutz entfällt.

Potentielles DGL

Grünland, das noch kein DGL ist, z.B. Ackerfutterfläche, die noch nicht 5 Jahre lang mit der gleichen Nutzung bestellt war. Wenn ein „Flächenstück“ 5 Jahre lang potentielles DGL war, wird es zu ordentlichem.

Ehemaliges DGL

Wurde umgebrochen und ist damit kein DGL mehr. Entsteht z.B. durch Flächentausch DGL-AL.

Dauergrünland-Typen ab 2015

Ab 2015 wurde auf Grund der GAP-Reform die Systematik des Dauergrünlandes geändert

Umweltsensibles Dauergrünland

Umweltsensibles DGL ist DGL, welches innerhalb vom FFH-Gebiet liegt. In Deutschland ist FFH eine Teilmenge von Natura 2000.

Normales DGL

Das normale DGL unterscheidet sich in zwei Gruppen.

  • Ordentliches DGL (einfach gesagt: besteht schon mindestens 5 Jahre)
  • Ersatz-DGL (neu angelegtes Grünland als Ersatz für woanders umgebrochenes DGL)

Tausch-Dauergrünland (TDGL) und Tausch-Ackerland (TAL)

Der Antragsteller kann das Dauergrünland (auch temporär) zwischen seinen Parzellen und Feldblöcken hin und her buchen.

Beispiel:

  • Im AJ 2011 ist Parzelle 1 als DGL beantragt und Parzelle 2 als AL.
  • Im Folgejahr kann der AS Parzelle 1 als AL und Parzelle 2 als DGL beantragen, sofern die Flächen gleich groß sind.
  • Parzelle 1 muss dann in 2012 mit der Bindung TAL und Parzelle 2 mit der Bindung TDGL beantragt werden.